Neue Streetworkerin seit dem 1. September 2010
In Neu-Anspach ist eine neue Streetworkerin auf Vollzeitbasis angestellt. Neben dem Bereich des Streetworks ist sie des Weiteren für einige Bereiche der Jugendsozialarbeit zuständig.
Unsere neue Mitarbeiterin, die an der Universität Gießen Diplom-Pädagogik studiert hat, heißt Jasmin Gutenberger.
Sie ist ab sofort unter folgenden Kontaktdaten erreichbar:
Mobil: 0160 - 4776327
Festnetz: 06081 - 1025 - 5114
Email: jasmin.gutenberger@neu-anspach.de
Streetwork, Jugendhilfe und das Ziel …
Warum ist Streetwork und die direkte Jugendhilfe auch in kleineren Kommunen wie Neu- Anspach von besonderer Bedeutung?
Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die bereits bestehenden Aktivitäten und Angebote für Jugendliche (z.B. durch soziale Einrichtungen) diese einerseits nicht erreichen und andererseits nicht ausreichend begleiten und unterstützen können.
Insbesondere Jugendliche nehmen mögliche soziale Hilfen nicht aus eigener Initiative in Anspruch. Sie benötigen daher eine Verbindungsperson, die zunächst vermittelnd zwischen ihnen und den entsprechenden Einrichtungen Einsatz zeigt. An dieser Stelle ist der/die Streetworker/in gefragt!
"Den Berg zum Propheten bringen!" - so könnte man es beschreiben. Der/die Streetworker/in sucht den Jugendlichen auf. Der erste wichtige Schritt ist die Bekanntmachung des/der Streetworker/s/in bei den Jugendlichen. Diese/r nimmt im Weiteren z.B. durch Smalltalk Kontakt zu betreffenden Personen auf und versucht durch mehrere sowohl geplante als auch spontane Gespräche eine vertrauliche und kooperationsfähige Basis herzustellen. Ist diese Basis geschaffen, kann die sogenannte Jugendhilfe, welche die Jugendsozialarbeit und die Jugendpflege impliziert, praktiziert werden. Diese soll die Jugendlichen zu den wichtigen Schritten - und dem letztendlichen Ziel des Streetworks und der Jugendhilfe - der sozialen und beruflichen Integration bewegen und auf ihrem Weg unterstützen.
Hierzu sind u. a. folgende Hilfestellungen und Angebote in unterschiedlichen Bereichen zu nennen:
Bereich 1: Persönlichkeit
- Förderung sozialer Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten (z.B. Konfliktlösungs- strategien)
- Förderung der Selbstkompetenz und Eigenverantwortlichkeit
- Unterstützung bei der Identitätsfindung durch die Berücksichtigung individueller Stärken und Interessen
- Stärkung der Persönlichkeit (Vermittlung von Normen und Werten)
- Präventive Arbeit gegen Drogenmissbrauch und Gewaltbereitschaft
- Geschlechtsspezifische Arbeit (Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Frauen- und Männerbildern
Bereich 2: Konfliktlösung
- Vermittlung bei Konflikten in der Schule / mit den Eltern / Freunden / mit der Polizei / im Job (oder in der Ausbildung)
Bereich 3: Beruflicher/ sozialer Einstieg
- Hilfe bei Bewerbungen
- Begleitung bei Behördengängen
- Hilfe bei der Arbeits- und Wohnungssuche
Bereich 4: Freizeit
- Unterstützung bei der Umsetzung eigener Interessen oder Projektideen
- Anbieten und Erarbeiten von sinnvollen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten (z.B. Ballsport, Kickboxen, Turniere (Kicker/ Playstation/ Fußball), Aerobic (für Mädchen und junge Frauen)
- Projekte in Kooperation mit den Jugendhäusern
Wichtig - in allen genannten Bereichen - ist stets die Freiwilligkeit und der eigene Wunsch der Jugendlichen etwas in ihrem Leben verändern zu wollen.
