Neu-Anspach - Kommune für den Klimaschutz     


    Das Projekt "Hessen aktiv - 100 Kommunen für den Klimaschutz"

    Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen  "Hessen aktiv - 100 Kommunen für den Klimaschutz" sollten mindestens 100 Kommunen aus Hessen eine Charta für den Klimaschutz unterzeichnen. Darin verpflichten sich die Kommunen, Aktionspläne auf der Grundlage einer CO2-Bilanz zu erstellen und regelmäßig über deren Umsetzung zu berichten. Im Aktionsplan selbst werden Maßnahmen bestimmt, mit denen der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen reduziert und der Einsatz erneuerbarer Energien für die Strom- und Wärmeerzeugung in der Kommune verstärkt werden sollen. Anhand der CO2-Bilanz lassen sich Wirksamkeit und Effizienz der einzelnen Maßnahmen verfolgen. Bisher haben 115 Kommunen die Klimaschutz-Charta unterzeichnet.

    Projektschritte/Projektablauf

    • Informationsveranstaltung für Bedienstete der Kommunalverwaltungen am 28.04.2010 in Darmstadt

    • Informationsveranstaltung für die Bürgermeister/Innen im Rahmen der Kreisversammlung am 29.04.2010 in Neu-Anspach

      Bei der Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, die am 29.04.2010 in Neu-Anspach stattfand, wurde den Bürgermeister/Innen des Hochtaunuskreises das Projekt vorgestellt.

    • Unterzeichnung der Charta

      Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt und Unterstützung durch das Land Hessen ist die Unterzeichnung der Klimaschutz-Charta.

      Am 21.06.2010 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neu-Anspach einstimmig die Teilnahme am Projekt und die Unterzeichnung der Klimaschutz-Charta beschlossen. Die Stadt Neu-Anspach hat am 25.06.2010 die Klimaschutz-Charta unterzeichnet.

    • Erster Workshop für die südhessischen Kommunen am 30.06.2010 in Griesheim

      Am 30.06.2010 fand der 1. Workshop für die teilnehmenden südhessischen Kommunen in Griesheim statt. Dort wurden neben einer Infobörse, Fragebogenauswertung, die Module für einen Aktionsplan und die Organisation für die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen teilnehmenden Kommunen festgelegt (siehe - Arbeitstreffen Cluster und Workshops).

    • Erstellung einer CO2-Bilanz

      Das Land Hessen stellte in der ersten Projektphase den teilnehmenden Kommunen das CO2-Bilanzierungstool ECORegion für 1 Jahr kostenlos zur Verfügung. Wenn die Bilanz weiter gepflegt werden soll, muss die Kommune ab dem 2. Jahr die Lizenzkosten selbst tragen. Die Schulungen für die Programmnutzung übernahm das Klima-Bündnis, Europäische Geschäftsstelle in Frankfurt am Main. Die Schulungen waren ebenfalls kostenlos für die Kommunen.

      Nach Beschaffung der Grundlagendaten und Neuberechnung wegen eines Programmierungsfehlers konnte im Juni 2011 für Neu-Anspach die Startbilanz erstellt werden. Diese wird den städtischen Gremien zusammen mit dem Aktionsplan vorgestellt werden. Weitere Informationen zur Bilanzierung und die Ergebnisse der Startbilanz sind in dem Kapitel 5. Energie- und  CO2-Bilanzierung dargestellt.


    • Aufstellung eines Aktionsplanes

      Der Aktionsplan beinhaltet:

      • die Erfassung der  CO2-Emissionen in der Kommune unter Berücksichtigung von bereits durchgeführten Maßnahmen zum Klimaschutz,

      • die Erarbeitung eines Konzepts für die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Ausarbeitung des Aktionsplans,

      • die Dokumentation beschlossener und zeitlich festgelegter Maßnahmen,

      • die Bewertung der Emissionsentwicklung im Hinblick auf die durchgeführten Maßnahmen mit Unterrichtung der Öffentlichkeit und ggf. Aktualisierung des Aktionsplans.

    Das Land Hessen unterstützte in der ersten Projektphase, die bis zum 30.06.2011 andauerte, die Kommunen bei der Erstellung der Aktionspläne durch Beratungen bzw. Themen-Workshops. Mit der Koordinierung der Beratungen bzw. Workshops hat das Land die hessenEnergie GmbH in Wiesbaden beauftragt.

    Die unterzeichnende Kommune bleibt solange Mitglied im Kreis der "100 klimaaktiven Kommunen", solange sie ihrer Selbstverpflichtung nachkommt. Durch das Projekt soll auch ein Netzwerk aufgebaut werden. Kommunen, die bereits erfolgreich Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Energieeinsparung, zur Steigerung der Energieeffizienz oder zur Nutzung erneuerbarer Energien umgesetzt haben, können ihre Erfahrungen durch direkte Beratung anderer Kommunen (kommunales Twinning) und in einer hessischen Sammlung von Best-Practice-Beispielen weitergeben.

    Der Aktionsplan für die Stadt Neu-Anspach in der Fassung vom 12.8.2011 wurde den städtischen Gremien (Magistrat am 16.8.2011, im Tourismus-, Umwelt-, Land- und Forstwirtschaftsausschuss am 22.8.2011 und in der Stadtverordnetenversammlung am 6.9.2011) zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Aktionsplan wurde am 6.9.2011 einstimmig und ohne Änderungen beschlossen und am 7.9.2011 an das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz weitergeleitet.

    Der Aktionsplan soll laufend aktualisiert und ergänzt und den städtischen Gremien halbjährlich in einer Sitzung präsentiert werden. Der Aktionsplan wird außerdem auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Somit haben die Verwaltung, die Politiker und Bürgerinnen und Bürger von Neu-Anspach, als auch andere interessierte Besucher der Neu-Anspacher Homepage, Nachbarkommunen und Behörden, die Möglichkeit, aktuelle Informationen über das Projekt und laufenden und geplante Klimaschutz- und Energiemaßnahmen zu erhalten.

      • Arbeitstreffen Cluster und Workshops

        Für den Bereich Südhessen wurden aus den teilnehmenden Kommunen die drei Cluster A, B und C gebildet. Die Kommunen der einzelnen Cluster organisierten in der ersten Projektphase Arbeitstreffen, um gemeinsam an der Erstellung der Aktionspläne zu arbeiten und dem Land Hessen bzw. der hessenEnergie Themen für gemeinsame Beratungen oder Workshops vorzugeben.

        Die Stadt Neu-Anspach kooperiert in dem Cluster B u.a. aus dem Hochtaunuskreis mit den Kommunen Bad Homburg, Königstein, Oberursel, Usingen und Wehrheim. Im Cluster B fanden bereits fünf Arbeitstreffen statt, zuletzt am 6.4.2011 in Neu-Anspach. Das nächste Treffen findet am 24.8.2011 in Hanau statt.

        Neben den Arbeitstreffen der Cluster fand im Rahmen des Projektes auch eine Cluster übergreifende Workshop-Reihe zu verschiedenen Themenschwerpunkten statt, die vom Land Hessen unterstützt und von der hessenEnergie GmbH, Wiesbaden, organisiert wurde.


        Folgende Workshops fanden in einer Workshop-Reihe im Mai/Juni 2011 statt:

        Workshop 1:
        Bauleitplanung, Neubau, Altbau, Förderprogramme
        Di 10.05.2011 - Wiesbaden

        Workshop 2:
        Bürger-Motivation, Bürger-Engagement
        Di 17.05.2011 - Darmstadt

        Workshop 3:
        Kommunales Energiemanagement + LED-Straßenbeleuchtung
        Di 24.05.2011 - Offenbach

        Workshop 4:
        Verkehrs- / Mobilitätsmanagement
        Do 16.06.2011 - Bensheim

        Workshop 5:
        Motivation / Kooperation mit Unternehmen + Nahwärmenutzung
        Di 28.06.2011 - Rüsselsheim

        Die hessenEnergie stellte den Kommunen sämtliche freigegebenen Vortragsfolien, Präsentationen und Informationen als Download zur Verfügung.

      Zweite Projektphase und Bildung überregionaler Fach-Cluster

      Im Zuge der Workshop-Reihe hatte sich u. a. die Idee entwickelt, parallel zu den bisherigen regionalen Clustern (A, B und C) auch noch überregionale, fachspezifische Cluster (Fach-Cluster) zu bilden, die jeweils schwerpunktmäßig der Vertiefung eines konkreten Themenbereichs und der Unterstützung bei der Umsetzung zugehöriger Projekte dienen sollen.

      Die Idee der Bildung von überregionalen Fach-Clustern soll bei den nächsten regionalen Clustertreffen (A, B und C) diskutiert und abgestimmt werden. Vor Beginn der 2. Phase des Projekts (voraussichtlich Mitte September 2011) wird an die hessenEnergie bzw. an das Land Hessen clusterweise eine Rückmeldung gegeben, wer in welcher Kommune an welchem Fach-Cluster interessiert ist, um die entsprechenden Interessenten Cluster übergreifend (A, B, C) zusammenbringen zu können.

      Infos zum Projekt unter

      www.klimabuendnis.org


      Ansprechpartner
      Leistungsbereich Bauen, Wohnen und Umwelt
      Frau Mirjam Matthäus-Kranz
      Tel:  06081 / 1025 - 6010
      Fax: 06081 / 1025 - 9060
      E-Mail:

       

       

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