Erneuerbare Energien

    Erneuerbare Energien genießen hohe Akzeptanz bei Deutschen

    92 Prozent halten den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien für "wichtig" bis "außerordentlich wichtig"

    Berlin, 15. Oktober 2014 –Die Zustimmung der deutschen Bevölkerung gegenüber Erneuerbaren Energien ist nach wie vor sehr hoch: 92 Prozent halten den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien für „wichtig“ bis „außerordentlich wichtig“. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien im Oktober 2014 durchgeführt hat. Dieser hohe Wert, unter mehr als 1.000 Befragten bundesweit ermittelt, entspricht vergleichbaren Umfragen der Vorjahre. „Offenbar verfängt die politisch aufgebauschte Kostendebatte bei den Bürgerinnen und Bürgern nicht“, stellt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien fest. „Die Erneuerbaren Energien stellen mit ihren Vorteilen seit Jahren unverändert einen Wert an sich dar.“

    „Die Bürgerinnen und Bürgern verbinden mit den Erneuerbaren vor allem Vorteile wie zum Beispiel Klimaschutz und Generationsgerechtigkeit“, so Vohrer. 75 Prozent sind der Meinung, dass Erneuerbaren Energien zu einer sicheren Zukunft der nachfolgenden Generation beitragen. Mehr als zwei Drittel sehen den Klimaschutz als besonderen Vorteil der Energie aus Sonne, Wind & Co. an. Ebenso spricht es nach Meinung von 62 Prozent der Befragten für die Erneuerbaren, dass sie die Abhängigkeit von Energieimporten senken. „Sinkende Kosten rangieren in der Erwartungshaltung der Befragten weit unten. Dennoch befürwortet die überwiegende Masse der Deutschen den Ausbau der Erneuerbaren“, so Vohrer.

    MEHR ALS DIE HÄLFTE HÄLT EEG-UMLAGE FÜR ANGEMESSEN

    Das Wissen um den Wert der Erneuerbaren Energien spiegelt sich auch in der Meinung der Bevölkerung zur EEG-Umlage wider. 2014 zahlt ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt rund 87 Euro pro Monat für Strom – die darin enthaltende EEG-Umlage von rund 18 Euro dient u.a. dazu, den Bau neuer Erneuerbare-Energien-Anlagen zu fördern. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) halten die Höhe der EEG-Umlage von derzeit 6,24 Cent pro Kilowattstunde für angemessen. 36 Prozent der Befragten sind der Meinung, dieser Beitrag sei zu hoch; 4 Prozent halten den Wert für „zu niedrig“. „Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ist nach wie vor bereit, sich an den Investitionskosten für eine sichere, klima- und umweltfreundliche Energieversorgung zu beteiligen“, erläutert Vohrer das Ergebnis.

    AKZEPTANZ VON ERNEUERBAREN ENERGIEN IN DER NACHBARSCHAFT

    Aufgrund der dezentralen Erzeugungsstruktur sind regenerative Erzeugungsanlagen häufiger als zentrale Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke im Lebensalltag der Menschen präsent. Hinzukommt, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bisher stetig wächst: Erneuerbare Energien lieferten in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Anteil von 27,7 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms – also rund zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Bürger regenerativen Erzeugungsanlagen auch im eigenen Wohnumfeld nach wie vor positiv gegenüber steht. Mehr als zwei Drittel der Befragten finden Erneuerbare Energien in der eigenen Wohnumgebung „gut“ bzw. „sehr gut“. Besonders beliebt sind Solarparks – 72 Prozent der Befragten finden diese Anlagen in ihrer Nachbarschaft sehr gut bzw. gut. Im Gegensatz dazu ist die Akzeptanz gegenüber fossilen und atomaren Kraftwerken deutlich geringer.

    Die aktuelle Umfrage bestätigt erneut den Trend der Vorjahre: Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Erneuerbaren-Energien-Anlagen in ihrer Nachbarschaft gemacht, steigt die Akzeptanz sogar noch – bei den Solarparks beispielsweise auf 83 Prozent. Die gleiche Beobachtung lässt sich auch bei anderen Erzeugungsanlagen machen, etwa bei Biomasse- und Windkraftanlagen. Bei Windkraftanlagen steigt die Zahl der Befürworter von 61 Prozent auf 74 Prozent – wenn Vorerfahrungen vorliegen. „Die Umfragezahlen zeigen ganz deutlich: Je dezentraler die Technologie, desto besser die Akzeptanz vor Ort“, resümiert Vohrer.

    Die Pressegrafiken mit den Ergebnissen der Umfrage 2014 sowie die Umfrageergebnisse der Vorjahre finden Sie auf http://www.unendlich-viel-energie.de/themen/akzeptanz2/akzeptanz-umfrage

    Weitere Informationen zum Themenkomplex finden Sie unter folgenden links:

    http://www.unendlich-viel-energie.de.
    www.erneuerbare-energien.de/

    Die aktuellen Pressemitteilungen der Agentur Für Erneuerbare Energien finden Sie in der Rubrik Erneuerbare Energien – Pressemitteilungen AAE.


    Was sind erneuerbare Energien?

    Als erneuerbare Energien (fachsprachlich oftmals auch mit Majuskel: Erneuerbare Energien), regenerative Energien oder alternative Energien werden Energieträger bezeichnet, die im Rahmen des menschlichen Zeithorizonts praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen[1][2] oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren. Erneuerbare Energiequellen gelten, neben höherer Energieeffizienz, als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik (englisch sustainable energy) und der Energiewende.[3] Zu ihnen zählen Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe.

    Der Begriff „erneuerbare Energien“ ist nicht im streng physikalischen Sinne zu verstehen, denn Energie lässt sich nach dem Energieerhaltungssatz weder vernichten noch erschaffen, sondern lediglich in verschiedene Formen überführen. Auch aus erneuerbaren Energien gewonnene sekundäre Energieträger (Elektrizität, Wärme, Kraftstoff) werden oft unpräzise als erneuerbare Energien bezeichnet.[4] Als Bezeichnung für thermische Energie, die aus Geothermie, Solarthermie oder Bioenergie gewonnen wird und für die indirekte Nutzung von Sonnenenergie durch Solararchitektur wird auch der Begriff erneuerbare Wärme verwendet. Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen wird auch als Grünstrom und Ökostrom bezeichnet.

    Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird in vielen Staaten weltweit vorangetrieben.[5][6] Im Jahr 2012 deckten die Erneuerbaren Energien (EE) etwa 19 % des weltweiten Endenergiebedarfs. Im Stromsektor lag der Anteil 2013 bei 22,1 %. In mindestens 144 Staaten weltweit gibt es Ausbauziele für Erneuerbare Energien, in 138 Staaten existieren Fördermaßnahmen für ihre Verbreitung, darunter in 95 Entwicklungs- und Schwellenländern.[7] Besonders ehrgeizige Ziele hat sich die Volksrepublik China gesetzt. Dort stammte im Jahr 2013 rund 30 % der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen, bis 2017 soll die Produktion um fast 50 % gesteigert werden. Zugleich übertrafen in diesem Jahr die Investitionen in Erneuerbaren Energien erstmals die Investitionen in konventionelle Kraftwerke.[8]

    In Deutschland lag der Anteil der Erneuerbaren Energien im Jahr 2013 bei 12,3 % des Endenergieverbrauchs; in der Stromerzeugung bei 25,4 %.[9] Im ersten Halbjahr 2014 wurde im Stromsektor ein Anteil von 31 Prozent an der deutschen Stromerzeugung erreicht.[10]. Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare_Energien

    Quelle: aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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