Infraschall

    Windenergie und Infraschall

    Neben dem Hörschall erzeugen Windenergieanlagen durch die Umströmung der rotierenden Flügel auch tieffrequente Geräusche bzw. Infraschall, also extrem tiefe Töne. Für diese Geräuschanteile ist das Gehör sehr unempfindlich. Dennoch werden im Rahmen des Windenergieausbaus immer wieder Befürchtungen geäußert, dass dieser Infraschall Menschen beeinträchtigen oder ihre Gesundheit gefährden könne.

    Der von Windenergieanlagen erzeugte Infraschall liegt in deren Umgebung deutlich unterhalb der Wahrnehmungsgrenzen des Menschen. Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind schädliche Wirkungen durch Infraschall bei Windenergieanlagen nicht zu erwarten. Verglichen mit Verkehrsmitteln wie Autos oder Flugzeugen ist der von Windenergieanlagen erzeugte Infraschall gering. Betrachtet man den gesamten Frequenzbereich, so heben sich die Geräusche einer Windenergieanlage schon in wenigen Hundert Metern Entfernung meist kaum mehr von den natürlichen Geräuschen durch Wind und Vegetation ab.

    Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg und Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg haben im Dezember 2014 ein Faltblatt „Windenergie und Infraschall- Tieffrequente Geräusche durch Windenergieanlagen“ herausgegeben.


    Tieffrequente Geräusche und Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen

    Die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg hat am 11.02.2015 den Zwischenbericht zu ihrem Messprojekt „Tieffrequente Geräusche und Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen" veröffentlicht. Ziel des Projektes ist es, eine breite Datengrundlage zu Infraschall und tieffrequenten Geräuschen aus unterschiedlichen Quellen zu erhalten, um diese miteinander vergleichen zu können. Damit soll die Diskussion über diese Schallwellen im Zusammenhang mit Windkraftanlagen versachlicht werden. Die LUBW wird im Verlauf des Jahres 2015 noch weitere Untersuchungen durchführen. Der Endbericht wird gegen Ende des Jahres erwartet.