Keine Weihnachtsbäume zugunsten des Neu-Anspacher Waldes

    Bisher war es üblich, dass für zentrale Standorte im Stadtgebiet oder für verschiedene Vereinsfeiern Weihnachtsbäume aus dem eigenen Forst geschlagen und aufgestellt wurden. Die aktuelle Situation im Wald veranlasst jetzt zum Umdenken. Es passt nicht zusammen, dass einerseits Baumpflanzaktionen mit Unterstützung von Bürgern durchgeführt werden und andererseits gesunde Bäume geschlagen werden, um uns wenige Wochen mit ihrem Lichterglanz zu erfreuen.

    Aufgrund der heißen und trockenen Jahre 2018 und 2019 fallen Massen an Kalamitätsholz auf ganzer Fläche im Stadtwald an. Voraussichtlich wird sich die Einschlagsmenge am Ende auf bis zu 50.000 Fm belaufen. Der eigentliche Hiebsatz der Fichte liegt bei 3.500 bis 4.000 Festmeter pro Jahr. Die freien Flächen sind inzwischen bei Spaziergängen deutlich erkennbar. Für interessiert Bürger wird Revierleiter Christoph Waehlert Anfang 2020 einen öffentlichen Waldspaziergang anbieten und die Situation Vorort erläutern.

    Nachdem bekannt wurde, dass die Stadt dieses Jahr darauf verzichtet Weihnachtsbäume aus dem eigenen Forst zu schlagen, erklärte sich das ortsansässige Unternehmen Elektro-Datz sofort bereit,  für den Kirchenvorplatz in Anspach einen Plantagen Baum (speziell als Weihnachtsbaum angepflanzt) zu sponsern. Ihm folgten die Unternehmen Schuhhaus Weidner und Hellos Modehaus, die den Baum in der Breitestraße finanzieren. Bürgermeister Thomas Pauli freut sich über die Spontanität und bedankt sich für das Engagement.