Geschichte und Entwicklung

    Neu-Anspach - Lage und Entwicklung

    Neu-Anspach, von Immobilienmaklern auch gerne als "Kleeblatt im Taunus" bezeichnet, gehört zum Rhein-Main-Ballungsraum, denn die Entfernung zu Frankfurt am Main beträgt nur ca. 30 km. Die heute mehr als 15.000 Einwohner zählende Kommune liegt unmittelbar hinter dem Taunuskamm, in einer gesunden, naturnahen Umgebung. 

    Die Stadt liegt verkehrsgeographisch sehr günstig im Kranz gut ausgebauter Bundesstraßen ohne die bebauten Ortslagen zu berühren. Hierdurch bleibt Neu-Anspach weitgehend vom überregionalen Durchgangsverkehr verschont. Durch das "Köpperner Tal" oder von Bad Homburg ist die Stadt in 15 Minuten, von der Autobahn A 5 Kassel/Frankfurt, der A 661 Oberursel-Egelsbach und in gut 20 Minuten  von der Autobahn A 3 Köln-Wiesbaden, Abfahrt Bad Camberg zu erreichen.

    Seit 1895 besteht eine Bahnlinie, die von dem 1988 gegründeten Verkehrsverband Hochtaunus übernommen wurde. Über die Schienen erreicht man sowohl den Vordertaunus und Frankfurt am Main, als auch die nahegelegene ehemalige Kreisstadt Usingen und den Hintertaunus mit Grävenwiesbach und Brandoberndorf. Zum Bahnhof werden gut frequentierte Zubringerbusse eingesetzt.

    Neu-Anspach entstand im Zuge der kommunalen Gebietsreform am 1. Dezember 1970 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Anspach, Hausen-Arnsbach und Rod am Berg. Am 1. Januar 1972 kam Westerfeld hinzu.

    Dieser Zusammenschluss war in erster Linie nicht eine Folge der Verwaltungsreform. Vielmehr gingen richtungsweisend Entscheidungen der Parlamente der damals noch selbständigen Gemeinden voraus. Sie orientierten sich an der aktuellen Entwicklung mit konzentrierten Schulformen und an der unmittelbaren Nachbarschaftslage. So wurde seinerzeit auf freiwilliger Basis unter anderem auch ein Schulverband gegründet und am Ortsrand von Anspach eine Mittelpunktschule errichtet.

    Es entwickelte sich ein nachhaltiges Interesse an einer gemeinsamen Flächennutzung. Mit ausschlaggebend hierfür war die Ausweisung der Gemeinde Anspach zum Siedlungsschwerpunkt in der Region Untermain im Jahr 1968. Ihr folgte der von dem Gemeindeparlament Anspach beantragte Erlass einer Rechtsverordnung nach dem Städtebauförderungsgesetz mit Ausweisung eines städtebaulichen Entwicklungsbereiches. Sinn und Zweck der Entwicklungsmaßnahme war es, ein kommunales Gemeinwesen zu schaffen, das seinen Einwohnern in einem ländlich strukturierten Raum optimale Voraussetzungen für alle Lebensbereiche bietet. Ziel war die Schaffung einer neuen Kommune mit einer ausgewogenen Infrastruktur und einer optimalen Vereinbarkeit von Wohnen und Arbeiten.

    Zwischen den vier Ortsteilen entstand zunächst auf freier Fläche eine neue Ortsmitte mit Ladenzentrum und Bürgerhaus. Die Katholische Kirche St. Marien verwirklichte im selben Bereich einen modernen Kirchenbau mit Gemeindezentrum, die Evangelische Freikirchliche Gemeinde den Bau einer eigenen Kirche. Hinzu kamen ein Jugendhaus, eine weitere Kindertagesstätte und, auf privater Basis, eine betreute Seniorenwohnanlage. Ebenfalls im neuen Zentrum befindet sich die Stadtbücherei, die in modernen Räumlichkeiten mit einem sich immer mehr ausweitenden Medienangebot den Bedürfnissen gerecht wird.

    Insgesamt drei kirchliche, vier kommunale sowie zwei in freier Trägerschaft stehende Kindertagesstätten decken die städtische Verpflichtung zur Schaffung von Kindertagesstättenplätzen für alle Dreijährigen ab.

    Bei den beiden in freier Trägerschaft stehenden Kindertagesstätten handelt es sich um integrative Einrichtungen. In diesen sind alle Voraussetzungen für die Betreuung behinderter Kinder geschaffen. Viele zusätzliche Hortplätze und Betreuungsangebote an den örtlichen Grundschulen ergänzen das umfassende Angebot für Kinder unserer Stadt.

    Verkehrserschließungsmaßnahmen, die Errichtung eines neuen Bauhofes und Dorferneuerungsmaßnahmen runden die Entwicklungsmaßnahme mehr und mehr ab.

    Viele Vereine und andere Einrichtungen nutzen die von der Stadt in allen Ortsteilen bereitgestellten Sportzentren, Spielplätze oder die Dorfgemeinschaftshäuser. Das idyllisch gelegene Waldschwimmbad hat für alle Einwohner eine hohe Attraktivität.

    Vorbildlich ist auch das Angebot im schulischen Bereich. Zwei leistungsfähige Grundschulen ("Am Hasenberg" und "An der Wiesenau") schaffen die Grundlage dafür, das die Schülerinnen und Schüler anschließend in der Adolf-Reichwein-Schule die Sekundarstufe 1 und die gymnasiale Oberstufe bis zum Abitur durchlaufen können. Weiterhin wurde kürzlich eine zusätzliche neue Betreute Grundschule mit Sportplatz, Mensa und weiteren attraktiven Angeboten fertig gestellt.

    Auch in der Gesundheitsvorsorge verfügt Neu-Anspach über ein ausgewogenes Angebot. Eine Reihe von Arzt- und Facharztpraxen mit Ärztehaus, Apotheken, Zahnarztpraxen und die Diakoniestation Usinger Land sind Garanten für eine umfassende Versorgung der Neu-Anspacher Bevölkerung vor Ort. Das Altenwohn- und Pflegeheim rundet dieses Angebot ab.

    Überörtliche Bedeutung hat das Freilichtmuseum  Hessenpark, die auf Neu-Anspacher Gelände betriebene Erdfunkstelle, eine High-Tech Infrastruktur der T-Systems International GmbH für Telekommunikation und Nachrichtentechnik.