Ökoprofit

    ÖKOPROFIT FrankfurtRheinMain 2021
    Teilnahme der Stadt Neu-Anspach mit der Kita Rasselbande
    „Früh übt sich, wer ein Umweltheld werden will“

    Der Regionalverband FrankfurtRheinMain führt in diesem Jahr zusammen mit dem Energiereferat der Stadt Frankfurt ein Ökoprofit-Projekt durch. Ökoprofit ist ein seit vielen Jahren bewährtes Projekt für die Verbesserung des betrieblichen Umwelt- und Klimaschutzes. Dadurch sollen der Ressourcenverbrauch optimiert, die Energieeffizienz gesteigert und die Betriebskosten gesenkt werden.

    Die Stadt Neu-Anspach wurde aufgrund ihrer kontinuierlichen Klimaschutzarbeit und Netzwerkarbeit in der Region vom Regionalverband als Kommune ausgewählt und kann mit der städtischen Kindertagesstätte Rasselbande im Ulrich-von-Hassell-Weg 2 teilnehmen. Die Kosten für die Teilnahme trägt der Regionalverband FrankfurtRheinMain. Fachlich wird das Projekt, welches über einen Zeitraum von 12 Monaten läuft, von der Firma Arqum Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement mbH und dem Energiereferat betreut. An der diesjährigen Ökoprofit-Einsteigerrunde beteiligen sich vor allem Unternehmen aus Frankfurt, aber auch Kommunen mit einzelnen Liegenschaften.

    Die städtische Kita hat für 2021/2022 ohnehin für ihr pädagogisches Konzept die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz geplant, sodass sich alle Beteiligten hierzu weiteren fachlichen Austausch und Input erhoffen. Die Erkenntnisse, die für die Kita Rasselbande gewonnen werden, können dann auch den anderen Kitas zur Verfügung gestellt werden.

    Projektstand - Projektablauf

    Kern des Projekts sind verschiedene Vor-Ort-Termine/Begehungstermine und 8 halbtägige Workshops zu betriebs- bzw. für die Kita relevanten Umweltthemen. Hier geht es vor allem um die Themengebiete Wasser, Energie, Einkauf, Umweltkosten und -controlling, gefährliche Arbeitsstoffe, Abfallvermeidung, Mobilität, Arbeitssicherheit, umweltrechtliche und betriebsorganisatorische Fragestellungen sowie die Erarbeitung einer Umweltleitlinie für die Kita.

    Themen-Workshops
    Je nach Themenschwerpunkt nahmen einzelne Mitarbeiter*innen des Ökoprofit-Teams aus der Kita und der Verwaltung teil. In den halbtägigen Workshops wurden folgende Wissensgebiete und Themen beleuchtet:

    Workshop 1 am 25.03.2021: Auftakt Vorstellung des Projekts und Projektablauf, Beurteilung der Umweltsituation im Betrieb

    Workshop 2 am 29.04.2021: Strom und Wärme

    Workshop 3 am 27.05.2021: Abfall

    Workshop 4 am 01.07.2021: Vorstellung Kita Rasselbande, Wasser, Gefahrstoffe und Arbeitsschutz

    Workshop 5 am 29.07.2021: Umweltmanagement, Controlling & Rechtsaspekte

    Workshop 6 am 23.09.2021: Klimawandel und Umweltmaßnahmen der Ökoprofit-Teilnehmer

    Workshop 7 am 28.10.2021: Nachhaltiger Einkauf und betriebliches Mobilitätsmanagement

    Workshop 8 am 02.12.2021: Arbeitsschutz und Mitarbeitersensibilisierung

    Obwohl die Workshop-Themen hauptsächlich auf Betriebe und Unternehmen zugeschnitten sind, können für die Kita und auch für die Verwaltung wichtige Informationen und rechtliche Hinweise zu umweltrelevanten Themen verwertet werden.

    Im ersten Workshop hatten die Teilnehmer*innen über ein Planspiel die Umweltsituation innerhalb des eigenen Betriebs/in der Kita anhand von einfachen Symbolen zu beurteilen. Es konnten dort schon die ersten Verbesserungsvorschläge gesammelt werden. Am 6.5.2021 hat die Leiterin der Kita dieses Planspiel für eine Mitarbeiterbefragung verwendet. Die Vorschläge der Mitarbeiterinnen wurden ebenfalls in das Umweltprogramm eingearbeitet.

    In jedem Workshop stellen sich 2 Projekt-Teilnehmer vor. Hierzu kommt eine Fotografin des Energiereferats zu den Unternehmen und Kommunen, um einen kurzen Vorstellungsfilm zu drehen und Fotos zu machen. Der „Drehtag“ in der Kita war am 22.6.2021. Das Wetter spielte nicht ganz mit, aber die Fotografin konnte dennoch in der Kita einige Filmsequenzen und Fotos aufnehmen, die dann beim 4. Workshop präsentiert werden konnten.

    Gebäude-Begehungen und Besprechungen
    Wichtiger Teil des Projektes sind die mit der Firma Arqum durchgeführten Begehungen und Besprechungen, in denen die Bestandssituation ermittelt und entsprechende Umweltmaßnahmen für die Kita abgeleitet werden.

    Begehung 1 am 20.04.2021: Der erste Begehungstermin am 20.04.2021 musste wegen Corona online stattfinden. Dort erfolgte eine intensive Bestandsaufnahme der Gebäudedaten, der Geräte, des Arbeitsablaufes, der Verbrauchsdaten etc., die dann Zug um Zug in die bereitgestellten Arbeitsblätter für die am Ende des Projektes anstehende Zertifizierung aufgenommen werden. In dem ersten Termin zur Bestandserfassung konnten schon einige mögliche Umweltmaßnahmen erarbeitet werden.

    Begehung 2 am 02.06.2021: Die zweite Begehung fand wieder online statt. Hier ging es hauptsächlich um den Compliance-Check Umwelt. Anhand einer Prüfliste wurden die wichtigsten umweltrelevanten gesetzlichen Regelungen (Baurecht, Energierecht, Arbeitsschutz, Gefahrenstoffe etc.) und die damit verbundenen wiederkehrenden Prüfpflichten für die Kita besprochen und gelistet, wie z.B. die Elektrogeräteprüfung, Feuerungsanlagen-Prüfung, oder die Erstellung eines Gefahrstoffverzeichnisses.

    Begehung 3 am 02.08.2021: Die dritte Begehung konnte vor Ort stattfinden. In diesem Termin wurden der aktuelle Stand des Umweltprogramms mit Umweltmaßnahmen und die Erfassung der Umweltdaten in die Pflichtarbeitsblätter, die für die Zertifizierung ausgefüllt werden müssen, besprochen. Außerdem wurde mit der Firma Arqum ein ausführlicher Rundgang in der Kita vorgenommen, in dem weitere mögliche Maßnahmen in das Umweltprogramm aufgenommen werden konnten.

    Die 4. Begehung wird am 25.11.2021 durchgeführt werden.

    Umweltprogramm – Umweltmaßnahmen
    In der Zwischenzeit konnten für die Kita mehr als 30 Umweltmaßnahmen in einem Umweltprogramm zusammengestellt werden (Stand: 4.11.2021). Hierbei handelt es sich um kleinere und größere Maßnahmen aus den Bereichen Energie, Wasser, Mobilität, Abfall, Ressourceneinsparung und Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen und Kinder, die in diesem Jahr durchgeführt wurden oder geplant sind bzw. dessen Realisierung geprüft werden soll.

    Pädagogische Arbeit - Umweltleitlinie für die Kita
    Nach dem Motto „Früh übt sich, wer ein Umweltheld werden will“, steht im Laufe des Projekts neben der Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen und Eltern vor allem die Sensibilisierung der Kinder im Fokus. Die Themen „Nachhaltigkeit und Klimaschutz“ sollen Bestandteil des pädagogischen Konzeptes werden. Weitere Voraussetzung für die Zertifizierung ist die Erarbeitung einer Umweltleitlinie. Die Leiterin der Kita, Romina Schütz, wird diese zusammen mit ihren Mitarbeiter*innen aufstellen und nach der Zertifizierung in der Kita in Form eines Plakates in der Kita aushängen. 

    Die Prüfung und Zertifizierung der Kita erfolgt Ende Januar 2022.

    Das Ökoprofit-Team Neu-Anspach (aus Verwaltung, Kita und Bauhof)
    Die Verwaltung und die Kita haben für die o.g. Themen ein Projektteam zusammengestellt: Die Projektleitung und Koordinierung übernehmen für die Verwaltung Mirjam Matthäus-Kranz und für die Kita Rasselbande die Leiterin Romina Schütz. Für das technische Gebäudemanagement sind Achim Schollenberger und für das kaufmännische Gebäudemanagement und die Verbrauchsdaten Sabine Marzinek zuständig. Für den Bereich Abfall ist Sandra Hasselbach, für den Bereich Mobilität Martin Sachs und für den Bereich Arbeitssicherheit Andrea Rettenbacher (Arbeitsschutz-Koordinatorin der Stadt) und Christina Seibert (Sicherheitsbeauftragte der Kita) Ansprechpartner. Der Wassermeister Olaf Sehl und der Elektriker der Stadt, Thomas Reuter, unterstützen das Team ebenfalls.

    Foto: Kita Rasselbande im Ulrich-von-Hassell-Weg 2


    Foto: Mülltrennung in der Kita – „Früh übt sich, wer ein Umweltheld werden will“



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